Autor: Michael Kruschhausen Seite 2 von 3

Weit gereist!

Besuch aus Indien an der Dr.-Engel-Realschule

Bereits seit mehr als 15 Jahren pflegt die Dr.-Engel-Realschule eine ganz besondere Verbindung zu ihrer Partnerschule NESA im Süden von Indien. Diese ungewöhnliche Partnerschaft wurde maßgeblich initiiert vonGerd Fischer, dem langjährigen ehemaligen Schulleiter der Dr.-Engel-Realschule, der bereits mehrfach die Partnerschule in Indien besucht hat, teilweise in Begleitung anderer damaliger Lehrkräfte der Eislinger Realschule.

Mitte Mai konnten nun die Eislinger wieder einmal Besuch aus Indien empfangen. Pfarrer Jesu, Leiter der Partnerschule in NESA, schilderte in eindrucksvollen Worten die besonderen Herausforderungen, mit denen seine Einrichtung konfrontiert ist. Obwohl Pfarrer Jesu selbst katholischer Priester ist, steht seine besondere Schule allen Bedürftigen offen, unabhängig von Religion, Geschlecht oder sozialem Stand. Gerade letzterer stelle eine besondere Herausforderung dar, weil das Kastensystem in Indien nach wie vor sehr präsent sei und eine Schule, die sich speziell um die armen Angehörigen der unteren Kasten kümmere, oftmals angefeindet werde. Die Schule in NESA biete völlig kostenlos Bildung für diejenigen, welche sich ansonsten keinerlei Ausbildung leisten könnten; das Projekt unterstütze aber auch andere Bevölkerungsgruppen in verschiedenen Belangen. 

Pfarrer Jesu machte anschaulich deutlich, dass gerade im aufstrebenden Indien nur ein relativ kleiner Teil der Bevölkerung vom Wohlstand profitiere, wohingegen viele Menschen sich nur das Allernötigste leisten könnten, viele noch nicht einmal das. Gerade diese Tatsache mache die Unterstützung für seine soziale Einrichtung so wertvoll. Daher bedanke er sich sehr herzlich für die langjährige Partnerschaft und die finanzielle Unterstützung durch die Dr.-Engel-Realschule. Umrahmt wurde der Vortrag von Pfarrer Jesu durch musikalische Beiträge der Realschule unter der Leitung von Sabine Smeeth, sowie durch Gesang von Ms. Rani aus Indien, welche Pfarrer Jesu bereit seit vielen Jahren begleitet und unterstützt. 

Sowohl Realschulrektor Andreas Schlaiss, als auch Konrektor Josef Önder, welcher die Veranstaltung geplant hatte, zeigten sich beeindruckt vom Inhalt des Vortrags. Ganz ähnlich ging es offensichtlich den Eislinger Schüler/innen aus Klasse 10, denen so ein wirklich sehr interessanter Einblick in einen ganz anderen Teil der Welt ermöglicht wurde und die anschließend auch eine ganze Menge Fragen an Pfarrer Jesu stellten. 

„Erinnern ist Zukunft“ – Sonderführung zum 80. Jahrestag des Kriegsendes

Eislingen, 8. Mai 2025 – Unter dem Leitmotiv „Erinnern ist Zukunft“ begab sich die Klasse 10d der Dr.-Engel-Realschule am Nachmittag auf eine ganz besondere Reise in die Vergangenheit. Anlässlich des 80. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs führte Karin Schuster, ehemalige Lehrerin der Schule und engagiertes Mitglied des ehrenamtlichen Geschichtspfad-Teams, die Schülerinnen und Schüler durch zentrale Stationen der lokalen Erinnerungskultur.

Den Auftakt bildete ein Besuch auf dem Friedhof Süd, wo Frau Schuster an den Gräbern von Zwangsarbeitern über die Schicksale derjenigen berichtete, die während des NS-Regimes zur Arbeit in ortsansässigen Firmen gezwungen wurden. Mit eindrücklichen Worten erinnerte sie an deren Leid, aber auch an die Pflicht, ihrer zu gedenken.

Im weiteren Verlauf der Führung wurden markante Punkte des Eislinger Geschichtspfades sowie in der Stadt verlegte Stolpersteine besucht, die an jüdische und andere verfolgte Mitbürgerinnen und Mitbürger erinnern. Mit persönlichen Geschichten machte Karin Schuster das Unfassbare greifbar.

„Gerade junge Menschen müssen wissen, was war – nur so kann Verantwortung für die Zukunft entstehen“, betonte sie. Klassenlehrerin Despina Hahn ergänzte: „Diese Führung ist ein wertvoller Beitrag zur Erinnerungskultur und Werteerziehung.“

Auch das Schicksal der Millionen Geflüchteten und Vertriebenen zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde thematisiert – ein Thema, das angesichts aktueller weltweiter Fluchtbewegungen nichts an Bedeutung verloren hat.

Die Führung endete schließlich auf dem Nordfriedhof an den Gräbern gefallener Eislinger Soldaten, wo Raum für Nachdenklichkeit blieb – über Krieg, Verantwortung und Frieden.

Ein Nachmittag, der weit über den Unterricht hinauswirkt – mit Eindrücken, die bleiben.

Exkursion mit Sinn

Schüler/innen besuchen Synagoge

An Dienstag, den 25. März machte sich eine große Gruppe von 57 Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 der Dr. Engel Realschule mit ihren Lehrkräften Kornelia Spieth, Kerstin Figel und Marc-Simon Szenk auf den Weg nach Stuttgart in die Synagoge.

Nachdem uns Zug und S-Bahn pünktlich an Ort und Stelle gebracht hatten, verbrachten wir einen eindrucksvollen Vormittag in der Synagoge.

Besonders beeindruckend war die Tora, schön geschmückt mit Samtmantel und Krone, die unsere Begleiterin durch die Synagoge, Frau Rosenkranz, extra für uns aus dem Toraschrank ausgehoben hat.

Aber auch die Menora, den Gebetsmantel und verschiedene Kippot zu sehen und mit dem praktischen Judentum in Verbindung zu kommen hat die Schüler*innen nachhaltig bewegt.

Viel Spaß hatten alle natürlich auch danach – bei der freien Zeit und dem Bummel durch die Stuttgarter Königstraße.

Am Schluss waren sich alle einig: Es hat sich gelohnt!

Dine-Fine-Dinner

Exklusives Abendessen an der Realschule

Eine ganz neue Aktion hatte sich die SMV der Dr.-Engel-Realschule ausgedacht, in Kooperation mit dem Fach AES (Alltagskultur, Ernährung, Soziales): Ein kleines, aber feines Abendessen in festlicher Atmosphäre, für Schüler/innen und Lehrkräfte. Gekocht wurde das mehrgängige Menü von Schülerinnen der Klasse 9a, angeleitet von den Lehrerinnen Kerstin Hummel und Simone Mehn, für Service und Unterhaltung waren einige Klassensprecher/innen der SMV verantwortlich.

Zum „Dine-Fine-Dinner“ konnte man sich vorab anmelden und gegen einen geringen Unkostenbeitrag teilnehmen. In festlicher Atmosphäre wurden die circa 30 Gäste aus den verschiedensten Klassenstufen dann im eigens zum Restaurant umfunktionierten Nebenraum der Schulküche stilvoll mit einem Aperitif begrüßt, bevor das mehrgängige Menü serviert wurde. Den ganzen Abend über sah man nur fröhliche und gut gelaunte Gesichter. Auch das SMV-Lehrerteam Steffi Freund und Dirk Schwarzenbolz zeigte sich sehr zufrieden, so dass es bestimmt im kommenden Schuljahr eine Fortsetzung dieser tollen Aktion gegen wird.

Aufstehen, Verantwortung übernehmen und Demokratie leben!!!

Demokratiebildung über das Anschauen eines Theaterstücks stand am vergangenen Dienstagmorgen auf dem Stundenplan aller Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen der Dr.-Engel-Realschule. Was normalerweise im Unterricht gelehrt wird, haben Lukas Ullrich und Till Florian Beyerbach von der Theatergruppe „Eure Formation“ über das Theaterstück „Was heißt hier Wir?“ der Schülerschaft der beiden Klassenstufen in der Aula der Schule großartig veranschaulicht. Demokratiebildung mal anders, denn das Theaterstück forderte die Jugendlichen dazu auf, wachsam zu sein, Brücken zu bauen, wo Gräben sind und sich einzusetzen für ein Wir. 

Das Stück eröffnete mit der Frage, was wohl aus Deutschland geworden wäre, hätten die Alliierten nach dem Krieg nicht geholfen. Alsbald schlüpfen die beiden Akteure in die Rollen zweier NS-Opfer, deren Lebensläufe mit den wichtigsten Eckpunkten dargestellt wurden, beide Leben durch die Nazis beendet in den Konzentrationslagern Buchenwald und Grafeneck. Ein Sprung in die heutige Zeit, in denen diese beiden besagten Toten nun Mitwirkende einer Fernsehshow waren, die darüber berichteten, wie sie die Zeit im Konzentrationslager erlebt hätten, ließ den Puls des Publikums beschleunigen. Im Hintergrund lief ein Einarmiger Bandit, eingeblendet wurden Motive wie Gasmasken, Totenköpfe oder Waffen zur Veranschaulichung des Erlebten, das Gefühl des Jackpots kam auf, wenn die Motive nebeneinander aufploppten und mit entsprechenden Tönen unterlegt waren – mehr auf die Spitze treiben wäre nicht gegangen.

Gebannt und mit großem Interesse haben die Schülerinnen und Schüler das Stück verfolgt. Am Ende schloss sich eine Gesprächsrunde an, bei der die Akteure, Schüler/innen und Lehrer/innen miteinander ins Gespräch kamen, Meinungen ausgetauscht und vielleicht der ein oder andere zum Nachdenken angeregt wurde. Aus unserer deutschen Geschichte zu lernen, nicht die Augen zu verschließen, sondern aufzustehen, Verantwortung zu übernehmen und Demokratie zu leben sollte heute der Appell an die Jugendlichen sein. Eine gelungene Abwechslung zum Schulalltag, die nicht nur unterhaltsam sondern auch bildend war. 

Lighthouse – Gottesdienst

Ostern an der Dr.-Engel-Realschule

Wieder einmal war er ein besonders Highlight, der Oster-Gottesdienst an der Eislinger Realschule am letzten Schultag vor den Ferien. Ein großer Leuchtturm neben dem Altar in der Aula zog die Blicke der zahlreichen Schüler/innen auf sich. Vermutlich haben sich auch einige anwesende Lehrkräfte sowie ehemalige Schüler/innen über die ungewöhnliche Dekoration gewundert haben. Bald jedoch klärte sich das Ganze auf: im Gottesdienst ging es um das Licht von Ostern und um die Tatsache, dass Gott den Menschen helfen möchte. Sinnbildlich dafür war das Symbol des Leuchtturms, das wohl auch zahlreichen Besuchern noch eine Weile im Gedächtnis bleiben wird. Besonders erfreut ist das Lehrkräfte-Team Koni Spieth, Helen Kling, Marc-Simon Szenk und Dirk Schwarzenbolz darüber, dass sich immer wieder so viele freiwillige Schüler/innen finden, die gerne tatkräftig den Gottesdienst mitgestalten möchten. So freuen sich Karina, Fiona, Annika und Letizia (Foto, v.l.n.r.) aus Klasse 8 schon jetzt auf den Sommergottesdienst, an welchem sie einen Tanz aufführen werden.  

Starker Auftritt der Dr.-Engel Jungs

Jugend trainiert für Olympia – Fußball

Am Montag den 17.03.2025 traten 13 Jungs der Dr.-Engel-Realschule beim U15 Wettkampf Fußball in Göppingen an. In 4 spannenden Spielen behielten die Eislinger Realschüler zwei Mal die Oberhand. Die anderen beide Male musste man sich gegen Gymnasien jeweils knapp geschlagen geben. Der betreuende Lehrer, Christoph Schuster war sehr zufrieden und unterm Strich blieb eine tolle Leistung, welche mit einem 3.Platz belohnt wurde.

Besuch der Kirchheimer Basketballer Bozic Knights 

Heute, 11.3.25, hatten die Klasse 6a und 6b ganz besonderen Sportunterricht. Jugendtrainer Stefo und Profispieler Yasin der Bozic Knights waren zu Besuch. 

Gleich zu Beginn gab es verschiedene Fangspiele mit dem Basketball, bei denen Teamwork, Aufmerksamkeit und Absprache untereinander sehr wichtig waren. Auch Schere, Stein, Papier oder Schweinchen in der Mitte sorgten für viel Bewegung und Spaß. Die darauffolgenden

Korbwurfspiele erforderten einiges an Reaktionsschnelligkeit.

Vier Schüler hatten kein Sportzeug dabei und mussten ein Protokoll schreiben. Dieses wurde durch Stefos Aufgaben lustig aufgepeppt, zum Beispiel ein Porträt von ihm zeichnen.

Zum Abschluss dürften die Schüler Yasin alles fragen, was sie wissen wollten und erhielten natürlich auch ein Autogramm.

Insgesamt kann man sagen, dass alle viel Spaß hatten und gerne wieder Besuch von den Profis haben möchten.

Eindrucksvolle Exkursion zur Gedenkstätte 

Besuch der Religionsklassen in Grafeneck

Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, eiskalt und sonnig, am Dienstag den 18.02.2025. Knapp 60 Zehntklässler machten sich per Bus auf den Weg von der Dr.-Engel-Realschule in Eislingen auf die Münsinger Alb. Organisiert hatte die Fahrt zur Gedenkstätte für die Opfer der „Euthanasie“ die katholische Religionslehrerin Helen Kling. Begleitet wurden die Schüler/innen außerdem von den Lehrkräften Bernd Schumacher und Dirk Schwarzenbolz, sowie der Praktikantin Kristina Boruschewski. 

Die Schüler/innen wurden zunächst in drei Gruppen aufgeteilt. An einen sehr informativen Vortrag zur nationalsozialistischen Rassenideologie  und der Rolle von Grafeneck während des organisierten Massenmordes an Menschen mit Behinderung schloss sich ein Workshop an. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem Rundgang über das Gelände und einem Besuch der Gedenkstätte. Jährlich kommen 350-400 Besuchergruppen nach Grafeneck und auch die Eislinger  Realschüler werden diese Exkursion vermutlich noch länger im Gedächtnis behalten.

Eine schöne Tradition lebt weiter 

Weihnachtliches Fest an der Dr.-Engel-Realschule

Am Donnerstag, den 05.12.2024 war es wieder soweit: Der Schulhof der Eislinger Realschule verwandelte sich in einen bunten Weihnachtsmarkt. An festlich geschmückten Ständen gab es verschiedene Leckereien zu kaufen, das kulinarische Angebot reichte von Hotdogs über Waffeln, verschiedene Schoko-Früchte und Getränke bis hin zu Maultaschen. Natürlich gab es auch viel von den Klassen Selbstgebasteltes zu erwerben und eine tolle Tombola war vor dem Eingang zum Weihnachts-Café aufgebaut. Ein ganz besonderes Highlight war die Geisterbahn im Keller. Dort konnte man sich auf den Spuren des „Monkey Man“ – der an der Dr.-Engel-Realschule schon des Öfteren seine lustigen Streiche getrieben hat – so richtig gruseln.

Das Fest war wieder einmal sehr gut besucht. Schüler/innen und Eltern drängten sich zwischen den Ständen und auch zahlreiche ehemalige Schüler/innen nutzten die Gelegenheit, „ihrer“ alten Schule wieder mal einen Besuch abzustatten.

Schön, dass manche Traditionen einfach Bestand haben und immer wieder neu mit Leben gefüllt werden.

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